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Reinhold Brunner

Kleines Schlagwerk und Percussion

Claves (oder Klanghölzer)
Holzblocktrommel
Röhrentrommel
Schulkastagnetten
Handtrommel, Rahmentrommel
Schellenrahmentrommel (Pandeiro)
Schellenring
Fußschellen
Maracas
Guiro
Becken
Cymbeln
Triangel
Agogo-Glocke
Cowbell und Afrikanische Glocke

Granitblocks, Tempelblocks
Cabasa
Caxixi-Rasseln
Rainmaker
Shaker
Chicken-Shakes
Chimes
Vibratone
Vibraslap
Bongos
Conga
Surdo
Spezialinstrumente und -effekte
ALLGEMEINE HINWEISE ZU FELLINSTRUMENTEN


 

Claves (oder Klanghölzer)

Claves

zwei dicke runde Hozstäbchen aus möglichst schwerem Holz

Spieltechnik: ein Stab in einer Hand locker gehalten mit dem anderen daraufgeschlagen; traditionelle rhythmische Figur: Clave
Claves Spieltechnik

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Holzblocktrommel

Holzblocktrommel

Hohler Holzblock, aus schwerem (Tropen-) Holz, in verschiedenen Größen; durchdringend hoher Ton

Spieltechnik: Die H. wird in der einen Hand gehalten und mit einem Schlägel (mit einer Holzkugel als Kopf) geschlagen.

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Röhrentrommel

Röhrentrommel

Holzröhre, in der Mitte verjüngt, wo sie gehalten wird; die zwei Röhren sind verschieden lang und geschlitzt; zwei verschiedene Töne können gespielt werden

Spieltechnik: mit einem Holzschlägel wird auf die, durch die Schlitze entstandenen Halbschalen geschlagen

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Schulkastagnetten

ohne Abbildung

drei Holzplättchen, das mittlere mit einem Stab zum Halten

Spieltechnik: am Stab gehalten und geschüttelt; oder in einer Hand gehalten und in die andere geschlagen. (Originale spanische Kastagnetten sind anders und schwierig zu spielen)

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Handtrommel, Rahmentrommel

Handtrommel

Handtrommel

mit Plastik- oder Naturfell bespannter Holzrahmen; sollte Schrauben zum Spannen haben

Spieltechnik: in einer Hand gehalten, mit der anderen Hand geschlagen (nicht mit dem Schlägel); oder vor sich liegend mit beiden Händen gespielt; verschiedenste Klänge möglich (Fingerspitzen, Handfläche, Faust; Schnipsen, Reiben, ...)

Variante Oceandrum: Die Trommel wird umgedreht und das Fell mit trockenen Bohnen, Erbsen oder Linsen bedeckt; durch Kippen und Schwenken wird ein Klang von Wellenbrandung erzeugt.

Beachte die Hinweise für Fellinstrumente!

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Schellenrahmentrommel (brasil. Pandeiro)

Schellenrahmentrommel

wie Handtrommel nur mit Schellen im Rahmen. Oft auch Tamborin genannt, oder griechisch Defi.

Als brasilianisches Pandeiro mit einer virtuosen Spieltechnik gespielt.

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Schellenring, Tamborin

Schellenring

(auch Tamburin genannt) Rahmen aus Holz, Leder oder Kunststoff mit befestigten Schellen

Spieltechnik: senkrecht gehalten hin und her geschüttelt, wobei zur Betonung bestimmter Schläge der Ring an die andere Hand oder den Oberschenkel geschlagen wird; oder waagrecht gehalten mit der anderen Hand wie auf eine Trommel schlagend

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Fußschellen

ohne Abbildung

indisch; auf Leder- oder Stoffbänder aufgenähnte kleine Schellen

Spieltechnik: um die Fußgelenke gebunden unterstützen sie rhythmische Schritte, Tanzen oder stampfen

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Maracas

Maracas

Rasseln; meist bunt bemalt; aus Holz

Spieltechnik: M. werden paarweise gespielt, in jeder Hand eine Rassel;
Nicht aneinander schlagen!

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Guiro, Fisch, Gurke

Guiro

Hohlkörper aus Holz oder Metall in der Form etwa eines Fisches mit Rillen
(als Schrapprohr aus Bambus zum Selberbasteln)

Spieltechnik: Ein Stäbchen wird fest über die Rillen bewegt, um ein schnarrendes Geräusch zu erzeugen.

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Becken

Becken

aus Metall in verschiedenen Größen und Kängen

Spieltechnik: paarweise aneinanderschlagen; oder einzeln hängend mit einem Filzkopfschlägel als "Gong" benützen
Becken als Gong

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Cymbeln

ohne Abbildung

wie Becken, nur kleiner und heller klingend

 

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Triangel

Triangel

zum offenen Dreieck gebogener Metallstab mit Metallschlägel

Seltsam, aber wahr:
Laut Wörterbuch (Wahrig) heißt es der Triangel und nicht die Triangel.

Technik in der Percussion: der Triangel hängt ohne Band frei über die flache Handfläche, die andere schlägt gleichmäßig mit dem Schlägel auf und ab und die haltende Hand öffnet (freier Klang) und schließt (gedämpfter Klang) sich nach dem gespielten rhythmischen Muster

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Agogo-Glocke

Agogo

Afro-brasilianisches Instrument; zwei durch einen Metallbogen verbundene Metalltrichter (Glocken), groß und klein

Spieltechnik: in einer Hand gehalten mit einem Holzstock geschlagen; zwischen den Tönen kann die haltende Hand die Glocken aneinander drücken, sodass ein zusätzlicher Rhythmuseffekt erzeugt wird

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Cowbell und Afrikanische Glocke

Cowbell

Metallkegel in verschiedenen Größen und Formen mit Haltegriff oder Befestigung

Glocken in einer Hand gehalten mit einem Stöckchen geschlagen

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Granitblocks, Tempelblocks

Tempelblocks

ähnlich wie die Holzblocktrommel; aus Holz oder Kunststoff; auch im ganzen Satz aus verschieden hoch klingenden Blocks;

Spieltechnik: Schlägel mit Holz- oder Filzkopf

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Cabasa

ohne Abbildung

ursprünglich afrikanisch: Kalebasse mit einem Netz überzogen, in das Samenkörner geflochten sind; in Latin-Percussion: Korpus aus Holz und Metall mit Ketten aus Metallperlen

Spieltechnik: schütteln wie einen Shaker; oder mit beiden Händen haltend die Finger auf das Netz geschlagen; oder in einer Hand gehalten mit der anderen die Cabasa unter dem Netz drehen

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Caxixi-Rasseln

ohne Abbildung

(sprich: kaschischi)
Afro-brasilianisches Instrument; als Korb geflochtene Behälter mit Samenkörnern gefüllt und einer harten Platte als Boden

Spieltechnik: wie Maracas oder nur nach unten geschüttelt, so dass die Körner auf die Bodenplatte prallen und einen hellen und lauteren Klang ergeben; können auch wie ein Shaker gespielt werden und zusätzlich zur Hervorhebung rhythmischer Azente während des Spielens können die Caxixis nach vorne oder hinten gedreht werden

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Rainmaker

ohne Abbildung

langes Holz- oder Papprohr mit nach innen geschlagenen Nägeln und mit Reis oder ähnlichem gefüllt; zum Selberbasteln geeignet

Spieltechnik: durch Schwenken rinnt das Füllmaterial von einem Ende zum anderen; erzeugt einen regenschauerartigen Effekt

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Shaker

Shaker

mit (Metall-)Körnern gefülltes Metallrohr

Spieltechnik: mit einer oder mit beiden Händen waagrecht vor dem Gesicht in horizontalen Bewegungen vor und zurück geschüttelt

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Chicken-Shakes

ohne Abbildung

kleine Kunststoffeier mit Kügelchen gefüllt; verschiedene Länge durch verschiedenes Füllmaterial

Spieltechnik wie Shaker oder Maracas

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Chimes

Chimes

an einer Leiste hängende Metallstäbe verschiedener Länge

Spieltechnik: mit dem Finger oder einem Stab über die Reihe der Stäbe streichen; für Klangeffekte geeignet

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Vibratone

Vibratone

geschlitzter Zylinder aus dickem schwerem Metall

Spieltechnik: in einer Hand gehalten und mit einem Kunststoffschlägel angeschlagen; erzeugt einen lange klingenden stabilen Ton; der Daumen der haltenden Hand kann ein Loch im Zylinder schließen und freigeben, wodurch ein wa-wa-Effekt entsteht

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Vibraslap

Vibraslap

gebogener Metallstab; am einen Ende eine Holzkugel am anderen ein Holzkästchen mit Metallstäbchen in einer Halterung;erzeugt einen schnarrenden, witzigen Klangeffekt

Spieltechnik: wie in der Abbildung das ganze Instrument schlagend, oder umgekehrt mit der Kugel nach oben und mit der Hand auf die Kugel schlagend

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Bongos

Bongos

zwei aneinandergeschraubte Trommeln mit Natur- oder Kunststofffell; sehr hoch zu stimmen für einen durchdringend hohen Klang

Spieltechnik: Haltung im sitzen zwischen die Knie geklemmt (wie ein Cello), auf den Boden gestellt (wenn Füßchen die Öffnung unten freihalten) oder auf einem Ständer;

gespielt wird mit bestimmten traditionellen Techniken; ansonsten mit Beachtung der Hinweise zu den Fellinstrumenten:

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Conga

Conga

große Trommeln mit Holzkörper und Naturfellbespannung in verschiedenen Größen und somit Tonhöhen

Spieltechnik: ausgefeilte professionelle Schlagtechniken; auf Ständern oder als einzelnes Instrument sitzend zwischen den Knien, sodass die Conga für den Klang unten offen ist; die Spieltechniken werden auch an der afrikanischen Djembe angewandt

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Surdo

ohne Abbildung

brasilianische große Basstrommel mit einemMetallzylinder als Körper, der mit Kunststoff-oder Naturfell beidseitig bespannt ist

Spieltechnik: die Trommel wird umgehängt und mit einem oder zwei Schlägeln klingend oder gedämpft geschlagen

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Spezialinstrumente und -effekte

ohne Abbildung

Slidewhistle
Heuler
Kazoo
Tillerpfeife
usw.

 

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Allgemeine Hinweise zu Fellinstrumenten

Falls die Trommel Schrauben zum Stimmen hat: Nütze sie! Ein Trommelfell schwingt und erzeugt einen Klang, nicht nur ein Geräusch. Die Tonhöhe kann nach Geschmack gestimmt werden. Das Fell muss gleichmäßig über den Rahmen gespannt sein, sonst klingt der Ton nicht gut.

Wenn die Trommel ein Naturfell hat: Achtung! Das Fell reagiert auf Luftfeuchtigkeitsschwankungen. Ist eine trockene Luft während der Lagerung zu erwarten, sind die Felle vorher zu entspannen.

Ob die Trommel mit der Hand oder einem Trommelstock oder sonst einem Schlägel geschlagen wird gilt: Das Fell muss nach dem Schlag klingen können. Deshalb muss die Hand oder der Stock nach dem Schlag leicht wieder zurückfedern: Vorstellungshilfe: den Ton wie Honig aus der Trommel ziehen!

Weitere Hinweise gibt es im Rhythmik-Buch "Erziehung durch Musik und Bewegung" (Witoszynskyj - Schindler - Schneider; ÖBV Pädagogischer Verlag 1993) im Kapitel V Musikinstrumente: Arten - Auswahl - Einsatz (ab Seite 24)

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