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Künstlerischer Ausdruck durch Musik und Bewegung

Fortbildungsseminar für Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen
am Bundesinstitut für Sozialpädagogik in Baden
Titel: Künstlerischer Ausdruck durch Musik und Bewegung
Zeit
: Sa 20. Jänner 2007, 15 - 18 Uhr
Ort: Bundesinstitut für Sozialpädagogik in BadenReferent: Mag. Reinhold Brunner, Musik- und Tanzpädagoge/Rhythmikpädagoge
Inhalte: An diesem Samstag werden wir uns mit möglichen Quellen der
Inspiration und den Mitteln der künstlerischen Verarbeitung
auseinandersetzen. Sprachliches Material (Texte), bildnerisches Material
(grafische Darstellungen)und sonstiges Material sollen der Ausgangspunkt für
Gestaltungen mit den Mitteln der Bewegung (von Pantomime bis abstraktem
Tanz) und der Musik (von CD bis selbst gespielter Percussion) sein.

Liebe Teilnehmerinnen!
Es war mir eine Freude und eine Bereicherung mit Euch zu arbeiten. Am Ende des Seminars kam mir die Zeit sehr kurz vor. Leider hatte ich keine Zeit, den Nachmittag woanders gemütlich ausklingen zu lassen, was ich sehr gerne getan hätte. Vielleicht sehen wir uns in einem anderen Seminar oder Zusammenhang wieder. Wer Lust hat konkret Samba-Percussion zu spielen, ist herzlich eingeladen regelmäßig zu unseren Proben in der Schule zu kommen. Hier sind immer die aktuellen Termine zu finden: Samba.
Hier unten habe ich den Ablauf des Seminars protokolliert. Lasst es noch einmal revue passieren!
Liebe Grüße,
Reinhold

ABLAUF


Schlangen
bilden. Alle sitzen verteilt im Raum. Musik "Dschungelbuchgroove". Zwei TN beginnen: einer Person auf die Schultern klopfen, diese springt hoch, beide machen einen Sprung mit halber Drehung. Die nachfolgende Person ahmt die führende nach. Wieder zu einer sitzenden Person - klopfen - aufspringen - halbe Drehung - neue Führungsperson, usw...
So entstehen zwei Schlangen.
Danach darf immer die zweite Person einer Schlange entscheiden etwas anderes zu machen und einen eigenen Weg zu gehen; die Schlange Folgt dann ihr. Die alleine gebliebene ursprüngliche Führungsperson läuft zum ende der Schlange.
Bewegung im Kreis
(Musik Salsa, Cha-cha-cha)
Alle müssen die Bewegungen der Person in der Mitte nachmachen. Nicht mitmachen gilt nicht, denn jede Person hat die Möglichkeit jederzeit in die Mitte zu gehen und die erste abzulösen.

Ausgangspunkt kann Bewegungstechnisches sein (analytisch in Bezug auf Form, Raum und Rhythmus) oder eine assoziative Inspiration (emotional oder durch andere Auslöser wie Bilder)
Die nachfolgende Arbeit hat den zyklischen Prozess INSPIRATION - GESTALTUNG - AUSDRUCK im Brennpunkt.

Vorbereitende Übung: Pantomimische Alltagsbewegungen vergrößern und verkleinern, verschnellern und verlangsamen.

Ausgangspunkt für kurze Bewegungssequenzen: POSTKARTEN
Jede Person sucht sich eine Postkarte aus und gestaltet eine kurze Sequenz. Inspirationen können sein: eine benennbare Emotion, eine räumliche Form, Ablauf einer kurzen Geschichte.
Die Ergebnisse werden in zufälligen 3er oder 4er Gruppen vorgeführt. Dazu gibt es (zufällig ausgewählte) Musik. Es entstehen sehr schöne tanztheatralische Szenen.



Pecussioninstrumente

Kurze Arbeit mit zu den Themen:
laut - leise
spiele - nicht spielen
Ostinato - Aufbau eines gemeinsamen improvisierten Klanges

Bewegungseinstieg nach der Pause:
Spots in Movement: Bewegung zu Musik ("Livin' la vida loca") und bei Stopp begrüßen sich die TN mit jeweils hineingerufenen Körperteilen (Schulter, Ellenbogen, Knie, Füße, ...)

Jede Person erfindet einen Klang mit Percussioninstrumenten zu einer POSTKARTE; eine andere als die in der Bewegungsgestaltung, aber eine, die vorher gestaltet worden ist.
Vorführung: der Leiter sitzt in der Mitte und hält die jeweilige Karte hoch und der Klang beginnt; es können auch mehrere Karten gleichzeitig erklingen.

Gedichte schreiben: Elfchen
Alle nehmen sich wieder eine andere POSTKARTE und schreiben dazu ein Elfchen.
Elfchen:
1. Zeile mit 1 Wort: Farbe oder Eigenschaft
2. Zeile mit 2 Wörtern: Gegenstand oder Person mit obiger Eigenschaft
3. Zeile mit 3 Wörtern: Wo oder wie oder was tut es/er/sie
4. Zeile mit 4 Wörtern: etwas über sich selbst beginnend mit "ich"
5. Zeile mit 1 Wort: abschließendes Wort

Abschließende Performance:
Eine POSTKARTE steht vor der Bühne und die drei Gestaltungen dazu (Bewegung, Musik, Gedicht) werden aufgeführt. Nach kurzem kommt eine andere Person und stellt ihre Postkarte, zu der sie die Bewegung gestaltet hat auf und diese Karte wird mit ihren drei Kunstformen vorgeführt und so weiter. So entsteht eine sehr feine poetische Abfolge von Bühnenminiaturen.

Zum Abschluss eine EIN-AUS-Improvisation:
Paarweise zusammen; eine bewegt sich, die andere ist im freeze; sobald die sich bewegende stillhält muss sich die Partnerin bewegen, oder auch die Stille beginnt sich zu bewegen, so muss die sich bewegende einfrieren.
sehr dynamisch und anregend.
Musik: Rondo Veneziano "Scarramucce"

 

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