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Tabulatur

TAB - eine hilfreiche, einfache und weit verbreitete Methode Gitarrenmusik zu notieren.

Hier finden Sie alles Wissenswerte über Tabulaturen - kurz TAB genannt - Anleitungen, wie sie zu lesen und zu schreiben sind, wo man Tabulaturen, Liedtexte und Akkorde im Internet findet und wie man sie nachbearbeiten kann.

INHALT:
Geschichte
Was steht in TABs
Was steht nicht in TABs
TAB Grundlagen
TAB Symbole für besondere Spielweisen
      Hammer-on und Pull-off
      Bending
      Slides
Capodaster
Alternative Stimmung
Notation des Rhythmus
Tabulaturen, Liedtexte (lyrics) und Akkorde (chords)
Quellen

Geschichte

Bis etwa 1750 wurde Musik für Laute und Gitarre ausschließlich in verschiedenen Tabulaturschreibweisen festgehalten. Danach setzte sich die Notenschrift allgemein durch. Erst gegen Ende des 20. Jahrhunderts kam man in der Folk-, und Rockmusik wieder darauf zurück. Da diese Musik wirklich hauptsächlich über das Hören vermittelt wird und nicht durch Literaturstudium verschiedener Werke, war es naheliegend, dass die Gitarristen die Stücke, die sie transkribierten in einer direkt der Gitarrentechnik entsprechenden Weise niederschrieben. In den 70er und 80er Jahren gab es zwar schon Songbooks, wo aber auch von Gitarrenmusik dominierten Stücken nur Klavierbearbeitungen zu finden waren. Erst im Laufe der letzten 10 Jahre bekommt man im Fachhandel Tabulaturen in Kombination mit normaler Notation.
Die Möglichkeit am PC in einfachem Textformat (ASCII-Text) Tabulaturen zu schreiben und über das Internet zu verteilen brachte eine weitere Revolution. Heute findet man im www Texte, Akkorde und Tabulaturen zu fast jedem Stück aus der Folk-, Pop-und Rockmusik und vieles aus Jazz, Blues und Klassik.

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Was steht in TABs

TAB gibt Aufschluss darüber, welche Töne zu spielen sind und beschreibt auf welcher Saite und welchem Bund diese zu greifen sind.
TAB gibt auch an, wo und wie spezielle Techniken wie Hammer-ons, Pull-offs, Bendings, Slides, Flageolets und Vibratos anzuwenden sind.
TAB zeigt welche Saiten der Gitarre umzustimmen sind, um ein Stück zu spielen, das eine andere Stimmung verlangt. Bei normaler Stimmung (E A d g h e) ist nichts angegeben.
Es ist vermerkt, wenn ein Kapodaster anzubringen ist.
TAB kann auch Anhaltsunkte zum Rhythmus des Stücks enthalten. Obwohl es auch möglich ist, den exakten rhythmischen Verlauf in einer TAB wiederzugeben, ist das kompliziert und von den Zeichen her nicht genormt. Für Tabulaturen, die auf Papier gedruckt erhältlich sind, ist das etwas leichter und meist werden sie in Kombination mit der klassischen Notenschrift herausgegeben.

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Was steht nicht in TABs

TAB gibt üblicherweise keine genauen Notenlängen oder Rythmusinformationen an. Man sollte also die Möglichkeit haben das Stück anzuhören, während man die Tabulatur liest. (Meistens sucht man TABs ohnehin für Stücke, die man kennt.)
TAB enthählt nicht immer Informationen über den zu verwendenden Fingersatz, also welcher Finger wann für welche Note eingesetzt werden sollte.
TAB beschreibt bei Plektrumtechnik meist auch nicht, ob ein Ab- oder Aufschlag zu verwenden ist.

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TAB Grundlagen

Im Folgenden geht es hauptsächlich um die Möglichkeiten, die TAB bei der Verwendung von ASCII-Text bietet.
TAB ist einfach zu lesen und zu schreiben. Die Grundidee ist simpel:
Man nehme 6 Linien aus Bindestrich-Zeichen (oder 4 für den Bass). Diese repräsentieren die Saiten des Instruments. Die oberste Linie ist die vom Klang höchste Saite, die unterste die teifste. Am Anfang der Linien können die Namen (Noten) der Saiten notiert werden. In englischsprachigen TABs wir anstelle des h ein b verwendet. Siehe dazu "H oder B" - Problematik. Im Folgenden wird die deutsche Schreibweise verwendet.

e----------------------------------------------------------------
h----------------------------------------------------------------
G----------------------------------------------------------------
D----------------------------------------------------------------
A----------------------------------------------------------------
E----------------------------------------------------------------

Nummern auf diesen Linen bedeuten, dass die Saiten an diesem Bund zu greifen sind. Eine 0 bedeuted das die Saite leer angeschlagen wird. Wie in der normalen Musiknotation wird von links nach rechts gelesen. Das folgende Stück TAB umschreibt eine Abfolge von Tönen auf der Tiefen E-Saite (E F F# G G# A).

e----------------------------------------------------------------
h----------------------------------------------------------------
G----------------------------------------------------------------
D----------------------------------------------------------------
A----------------------------------------------------------------
E---0--1--2--3--4--5---------------------------------------------

Hier wird Note für Note im gleichen zeitlichen Abstand voneinenader nacheinander gespielt. Wenn mehrere Noten gleichzeitig gespielt werden, werden diese übereinander geschrieben. Im folgenden Beispiel wird zuerst die leere E-Saite gspielt, dann gleichzeitig A- und G-Saite, wieder die leere E-Saite, dann wieder gleichzeitig A- und G-Saite, usw.

e------------------------------------------------------------
h------------------------------------------------------------
G-----1----2----4--------------------------------------------
D------------------------------------------------------------
A-----2----4----5--------------------------------------------
E---0----0----0----------------------------------------------

Hier als Beispiel ein G-Barréakkord:

e----3------------------------------------------------------------
h----3------------------------------------------------------------
G----4------------------------------------------------------------
D----5------------------------------------------------------------
A----5------------------------------------------------------------
E----3------------------------------------------------------------

Das beudetet also, dass der Akkord normal, also alle Noten nahezu gleichzeitig gespielt wird
Es gibt auch solche TABs:

e--------3--------------------------------------------------------
h-------3---------------------------------------------------------
G------4----------------------------------------------------------
D-----5-----------------------------------------------------------
A----5------------------------------------------------------------
E---3-------------------------------------------------------------

Das bedeuted das die Noten leicht versetzt nacheinander gespielt werden, aber trotzdem noch zusammen klingen. Im nächsten Beispiel sind die Noten noch weiter auseinander. Hier würde man schon eher jede einzelne Note anschlagen, also einfach wie bei einem Akkord nacheinander über die Saiten streichen.

E------------------3----------------------------------------------
h---------------3-----3-------------------------------------------
G------------4-----------4----------------------------------------
D---------5-----------------5-------------------------------------
A------5-----------------------5----------------------------------
E---3-----------------------------3-------------------------------

Mit den bisherigen Informationen könnte man schon folgende bekannte Melodie spielen:

e---0---0---1---3---3---1---0-------------------0---0------------
h-------------------------------3---1---1---3-------------3-3----
G----------------------------------------------------------------
D----------------------------------------------------------------
A----------------------------------------------------------------
E----------------------------------------------------------------

Jetzt wirst du dich vielleicht fragen wie lang denn nun die einzelnen Noten in einem Stück zu spielen sind, das nicht so wie die "Ode an die Freude" fast nur aus gleich langen Noten besteht.
Nun das ist, wie schon erwähnt ein Problem bei TABs.
Aber nicht verzweifeln, es steckt doch einiges an Information drin. Im obigen Beispiel sind fast alle Noten gleich weit von einander entfernt. Man kann aber erkennen, dass die drittletzte Note etwas länger klingt und die vorletzte note etwas Kürzer als die anderen. Manchmal ist auch mehr Information in der entsprechenden Datei enthalten. Manche Authoren schreiben noch Bemerkungen vor die eigentlichen TABs, diese Texte sind oft hilfreich.
Eine Hilfe ist es auch, wenn Taktstriche verwendet werden, ähnlich wie in der normalen Notenschrift. Auf das obige Beispiel angewandt könnte das so aussehen:

e--0---0---1---3--|-3---1---0------|-------------0--|-0------------|
h-----------------|-------------3--|-1---1---3------|-------3-3----|
G-----------------|----------------|----------------|--------------|
D-----------------|----------------|----------------|--------------|
A-----------------|----------------|----------------|--------------|
E-----------------|----------------|----------------|--------------|
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TAB Symbole für besondere Spielweisen

Spezielle besonders in der Rockgitarre verwendete Techniken wie Hammer-ons, Pull offs, Slides, Bendings, Vibratos und so weiter können durch Symbole dargestellt werden. Die Standartmethode, um solche besonderen Spielweisen zu signalisieren ist, zwischen die Noten gewisse Buchstaben bzw. Zeichen zu schreiben, die anzeigen, das was zu tun ist:

    h - hammer on
    p - pull off
    b - bend up
    r - release bend
    / - slide hoch
    \ - slide runter
    v - vibrato (manchmal auch ~)
    t - tap (mit der rechten Hand aufs Griffbrett)
    x - heavy muted (stark abgedämft)
    <12> - Flageoletton (harmonic)

Das x steht hier für einen percussionsartigen Ton, nicht für eine richtig klingende Note. Man dämpft mit dem Finger der linken Hand die Saite und schlägt sie mit der rechten an.
Zu beachten ist, dass das x innerhalb einer Tabulatur eine völlig andere Bedeutung hat als in einem Akkorddiagramm. Z. B. sieht das Akkorddiagramm für D-Dur so aus:

   EADGhe
   xx0232

Das x bedeuted hier, dass die Saite garnicht gespielt wird.
Innerhalb einer TAB wird eine Saite nicht gespielt, wenn sie nicht markiert ist, d. h. es wird nicht explizit notiert. Der gleiche Akkord in TAB sieht so aus:

e-----2----------------------------------------------------------
h-----3----------------------------------------------------------
G-----2----------------------------------------------------------
D-----0----------------------------------------------------------
A----------------------------------------------------------------
E----------------------------------------------------------------

Es gibt noch eine Reihe besonders ausgefallener Symbole für whammy bar bends, pick scrapes usw. Es gibt jedoch dafür keinen eindeutigen Standart, die meisten die solche Symbolik verwenden, erklären sie auch direkt in einem Zusatztext.

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Hammer-on und Pull-off

Was sind Hammer-ons und Pull-offs? Hier ein Beispiel für Hammer-on:

E----------------------------------------------------------------
h----------------------------------------------------------------
G----------------------------------------------------------------
D----------------------------------------------------------------
A---------5h7-----------5h7--------------------------------------
E---0--0----------0--0-------------------------------------------

Die obige TAB sagt folgendes aus: Erst die teife E-Saite zweimal leer anspielen, dann die A-Saite im 5. Bund und direkt darauf auf den 7. Bund "hämmern". Angenommen du hast mit dem Zeigefinger im 5. gegriffen, so schlägst du jetzt mit dem Ringfiner so heftig am 7. Bund auf die Saite, dass der Ton vom 7. Bund (E) weiterklingt.

Pull-offs sehen sehr ähnlich aus:

e----3p0---------------------------------------------------------
h---------3p0----------------------------------------------------
G--------------2p0-----------------------------------------------
D-------------------2--------------------------------------------
A----------------------------------------------------------------
E----------------------------------------------------------------

Das Beispiel hier zeigt eine Blues-Skala. Es wird jeweils nur die Note im 3. bzw. 2. Bund angeschlagen, die Note im "0-ten" Bund kommt durch das Pull-off zustande.

Durch den Hammer-on oder Pull-off wird der Seite Energie zum schwingen zugeführt. Man könnte also auch eine ganze Reihe Töne nacheinenader nur durch Hammer-ons oder Pull-offs (etwas schwieriger) spielen. Das sähe in Tabulatur ungefähr so aus:

e----------------------------------------------------------------
h----------------------------------------------------------------
G---2h4p2h4p2h4p2h4p2h4p2----------------------------------------
D----------------------------------------------------------------
A----------------------------------------------------------------
E----------------------------------------------------------------

In diesem Fall würde man also wirklich nur die erste Note mit der rechten Hand anschlagen, alles andere macht die linke.

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Bendings

Unter einem Bending versteht man das Dehnen der Saite mit einem Finger der linken Hand. Auf den unteren (hohen) drei Seiten passiert das nach oben (geographisch gesehen), auf den oberen (tiefen) drei Saiten nach unten.

Bei einem Bending muss man wissen, wie weit der Ton gezogen werden soll. Das wird in Tabluaturen durch die Nummer nach dem b (für bend) gezeigt:

e----------------------------------------------------------------
h------7b9-------------------------------------------------------
G----------------------------------------------------------------
D----------------------------------------------------------------
A----------------------------------------------------------------
E----------------------------------------------------------------

Dieses Beispiel zeigt an, dass die Saite im 7. Bund angeschlagen und dann so weit gedehnt wird, dass der Ton genau wie der im 9. klingt. Also genau zwei Halbtöne höher. Manchmal wird der "Zielton" auch in Klammern gesetzt ( ---7b(9)--- ).

e----------------------------------------------------------------
h------7b9--9r7--------------------------------------------------
G----------------------------------------------------------------
D----------------------------------------------------------------
A----------------------------------------------------------------
E----------------------------------------------------------------

Dieses Stückchen TAB beschreibt folgendes: Die h-Saite wird im 7. Bund angeschlagen und dann so weit gezogen, dass sich der Ton wie der im 9. Bund anhört (2 Halbtöne). Danach ist ein sogenanntes Release-bending notiert. Das heißt in unserem Fall: Die Saite wird im gedehnten Zustand noch einmmal angeschlangen und dann wieder entspannt, bis sie wieder so klingt wie der ursprüngliche Ton im 7. Bund.
Also nochmal zusammengefasst: im 7. anschlagen, 2 Halbtöne hochziehen, nochmal anschlagen und wieder entspannen.

Manchmal soll der Ton aber keinen ganzen Halbton gebendet werden. Man könnte -------7b7,5-------- schreiben. Das sähe aber etwas seltsam aus. In solchen Fällen währe folgende Notation zu bevorzugen:

      bend up 1/4 tone
E----------------------------------------------------------------
h------7b--------------------------------------------------------
G----------------------------------------------------------------
D----------------------------------------------------------------
A----------------------------------------------------------------
E----------------------------------------------------------------

Man schreibt einfach über die Zeile, was zu tun ist.

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Slides

Slide bedeutet "rutschen". Das heißt, man schlägt die Saite in einem gewissen Bund an und rutscht dann mit dem Finger der linken Hand zu einem anderen Bund. Und das auch noch möglichst so, dass die Saite weiterklingt.

Die am häufigsten für Slides verwendeten Symbole sind / (aufwärts) und \ (abwärts)

Im folgenden Beispiel wäre eigetlich keine Unterscheidung ob rauf oder runter nötig; es ist klar ersichtlich, dass vom 7. in den 9. Bund hoch geslidet werden soll.

E----------------------------------------------------------------
h------7/9-------------------------------------------------------
G----------------------------------------------------------------
D----------------------------------------------------------------
A----------------------------------------------------------------
E----------------------------------------------------------------

Im nachfolgenden Beispiel ist es nicht ganz klar, wo der Slide eigentlich anfängt. Aber es ist festgelegt, dass der Spieler von unten auf den 7. Bund hinsliden soll, einen Ton im 9. Bund spielen, und anschließend wieder vom 7. Bund nach unten wegsliden soll.

E----------------------------------------------------------------
h------/7-9-7\---------------------------------------------------
G----------------------------------------------------------------
D----------------------------------------------------------------
A----------------------------------------------------------------
E----------------------------------------------------------------

Hier ein echter Slide-Marathon. Das Beispiel legt fest, dass nur der erste Ton im 7. angeschlagen wird. Alle anderen Töne in der Folge werden nur noch geslidet.

E----------------------------------------------------------------
h------7/9/11\9\7\6\7--------------------------------------------
G----------------------------------------------------------------
D----------------------------------------------------------------
A----------------------------------------------------------------
E----------------------------------------------------------------
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Capodaster

Bei TABs in denen ein Capo verwendet wird, werden die Bundzahlen relativ zum Capo angegeben. Würde hier ein D-förmiger Akkord mit Capo im 3. Bund (ein klingendes F-Dur) gespielt, würde das in der Notation so aussehen:

Info: Capodaster im 3. Bund, alle Bundzahlen realtiv zum Capo

E----2-----------------------------------------------------------
h----3-----------------------------------------------------------
G----2-----------------------------------------------------------
D----0-----------------------------------------------------------
A----------------------------------------------------------------
E----------------------------------------------------------------
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Alternative Stimmung

Eine alternative Stimmung wird in der ersten Spalte des TABs angegeben. Wenn alle Saiten einen Halbton tiefer gestimmt sind, sieht das so aus:

Eb-----0--------------------------------------------------------
Bb-----0--------------------------------------------------------
Gb-----1--------------------------------------------------------
Db-----2--------------------------------------------------------
Ab-----2--------------------------------------------------------
Eb-----0--------------------------------------------------------

Den oben beschriebenen Akkord würde man mit E-Dur bezeichnen, obwohl genaugenommen ein Eb-Dur erklingt.
Open-G Stimmung könnte so notiert sein:

d------------------------------------------|--------
h---0--0--0--0-----0--0-----0--0-----------|--------
g---0--0--0--0-----0--0-----0--0-----------|--0--0--
D---3--------2--------1--------0-----3/4---|--------
G------------------------------------------|--------
D------------------------------------------|--------
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Notation des Rhythmus

Wie schon erwähnt kann man in einem TAB auch Takt- und Rythmusinformationen unterbringen. Es macht zwar einiges an Arbeit, es ist jedoch eine Möglichkeit präzisere Information anzugeben.

Man legt über oder unter dem TAB Block eine weitere Zeile mit den Takt-Zählzeiten an. Bei diesem Blues-Turnaround im 4/4 Takt sähe das so aus:

|--------7--7--6--6-----5--|--5--------2--
|--------6--6--5--5-----4--|--4--------0--
|--------6--6--5--5-----4--|--4--------2--
|-----6--------5--5-----4--|--4--0h-1--1--
|--------------------------|-----------2--
|--0-----------------------|--------------
   1  +  2  +  3  + (4) +     1  +  2  + (3 4)
   -     -     -     -        -     -     - -

Zusätzlich können auch noch Anweisungen für Auf- und Abschlag des Plektrums mit den Buchstaben d (down) und u (up) angegeben sein.

Eine andere Methode ist es, statt Zählzeiten Abkürzungen für Notenlängen zu verwenden. Hier eine Zusammenstellung der deutschen, amerikanischen und englischen Bezeichnungen:

DEUTSCH           AMERICAN          BRITISH   
ganze Note     -  whole note     -  semibreve         
halbe Note     -  half note      -  minim             
Viertelnote    -  quarter note   -  crotchet          
8tel Note      -  8th note       -  quaver            
16tel Note     -  16th note      -  semiquaver        
32stel Note    -  32nd note      -  demisemiquaver    
64stel Note    -  64th note      -  hemidemisemiquaver

Oft werden Abkürzungen der amerikanischen Bezeichnungen verwendet
(e für eighth note, s für sixteenth note, usw. und t für triplet=Triole, R für rest=Pause); Großbuchstaben können zur Kennzeichnung von Punktierungen herangezogen werden:

w=ganze Note            
h=halbe Note            
H=punktierte halbe Note 
q=Viertelnote           
Q=punktierte Viertelnote
e=Achtelnote
E=punktierte Achtelnote
s=Sechzehntelnote
usw.

Hier ein Beispiel: Die Basslinie des Refrains von "Message in a Bottle"

   q q Q e   e q e q e e   
G----------|--------------|
D----------|--------------|
A--2-2-2-2-|--------------|
E----------|-3-3-3-2-R-2--|

Man sieht also, dass es Möglichkeiten gibt, den Rhythmus genau zu notieren. Diese sind im allgemeinen aber nicht geeignet, um Stücke vom Blatt zu spielen. Dafür sind TABs aber auch nicht gedacht.

Wer diese Seite studiert hat, hat das Wesentliche über Tabulaturen gelernt. Mit ein wenig Beschäftigung damit, erhält man aber eine Menge Information, wie die Stücke zu spielen sind. Das Wesentliche in der Musik bleibt nach wie vor das Hören. Hört euch die Nummern intensiv an! Und habt Spaß dabei!

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Tabulaturen, Liedtexte (lyrics) und Akkorde (chords)

wie man sie im Internet findet und nachbearbeitet
Hier verweise ich auf die Seite"Tabulaturen, Liedtexte und Akkorde"

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Quellen

"Das Klassische Gitarrenbuch" von Stephan Schmidt (Voggenreiter Verlag); ein empfehlenswertes Buch für Leute, die klassische Stücke spielen wollen, aber nicht Noten lesen können.

Speziell für die Verbreitung von TABs über das Internet gibt es einen allgemein akzeptierten Text: "THE GUIDE TO TAB NOTATION: HOW TO READ AND WRITE TAB" written by Howard Wright.(Ursprünglich veröffentlicht auf olga.net). Ein großer Teil meiner Erklärungen der TABs sind Übersetzungen davon.

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