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Reinhold Brunner

Quintenzirkel und tonleitereigene Akkorde

 

Der QUINTENZIRKEL ist eine schematische Darstellung, mit der die verschiedenen Tonarten zueinander in Beziehung gebracht werden. Auf jedem der 12 chromatischen Töne läßt sich eine Durtonleiter aufbauen. Deshalb ist der Kreis in 12 Teile geteilt.

Für die Notation braucht man zur Unterscheidung Vorzeichen, die innen im Kreis aufgezeichnet sind.
Die Kreuz-Vorzeichen haben die Reihenfolge: fis cis gis dis ais eis his
Die Be-Vorzeichen: b es as des ges ces fes

Verfolgt man ganz oben bei C beginnend die fett gedruckten Symbole für die Durtonarten (kursiv die jeweilige parallele Molltonart), so gelangt man im Uhrzeigersinn gehend immer eine Quinte weiter (deshalb der Name Quintenzirkel).
Die Tonarten Ges und Fis sind abgesehen von den verschiedenen Namen dasselbe.

Zusätzlich, nicht zum eigentlichen Quintenzirkel gehörend, sind in den Kästchen jeder Tonart die tonleitereigenen Akkorde angegeben; mit der Angabe der Stufe in bezug auf den Grundton (römische Zahlen).

Beispiel:

G-Dur
Auf jedem Ton der Tonleiter (g a h c d e f#) baut man Akkorde auf. Die römischen Zahlen darüber bezeichnen die Stufen. Die VII.Stufe (hier f#) wurde weggelassen, weil sie einen harmonischen Sonderfall darstellt. Steht ein Lied in G-Dur, werden sehr wahrscheinlich hauptsächlich die leitereigenen Akkorde in der Begleitung Verwendung finden (G Am Hm C D Em).
Viele einfache Lieder können schon mit den Akkorden der I., IV. und V. Stufe ausreichend harmonisiert werden. Deshalb sind sie oben unterstrichen. Der Akkord der V. Stufe wird oft als ‘Dominantseptakkord’ gespielt (im Beispiel: D7), um die Spannung zur darauffolgenden I.Stufe (G) zu erhöhen. Der Mollakkord auf der VI.Stufe (im Beispiel Em) stellt eine Besonderheit dar. Er bezeichnet die ‘parallele Molltonart’. Seht ein Lied nicht in Dur, sondern in Moll, so hat diese Moll-Tonart die gleichen Vorzeichen wie die jeweils parallele Dur-Tonart. Beispiele: C und Am haben keine Vorzeichen; G und Em haben ein Kreuz (f#) vorgezeichnet; F und Dm ein b.

Der Mollakkord auf der VI.Stufe (im Beispiel Em) stellt eine Besonderheit dar. Er bezeichnet die ‘parallele Molltonart’. Seht ein Lied nicht in Dur, sondern in Moll, so hat diese Moll-Tonart die gleichen Vorzeichen wie die jeweils parallele Dur-Tonart.
Beispiele:
C und Am haben keine Vorzeichen; G und Em haben ein Kreuz (f#) vorgezeichnet; F und Dm ein b.


Transponieren

Ist ein Lied zu hoch oder zu tief zum Singen (oder sind die Akkorde zu schwierig zum Greifen), so kann man es mit Hilfe der Stufen in eine andere Tonart transponieren.
Steht ein Lied zum Beispiel in A-Dur zu hoch, kann ich es leicht nach F-Dur transponieren, indem ich die jeweiligen Akkorde gleicher Stufen (röm. Zahlen) austausche. Es werden also alle A zu F, alle D werden zu Bb, alle E7 zu C7, alle F#m zu Dm, u.s.w.

Das Prinzip funktioniert genauso, wenn im Lied nicht nur leitereigene Akkorde vorkommen, oder auch spezielle Akkorderweiterungen. So würde in unserem Beispiel etwa ein Amaj7 Akkord zu Fmaj7; oder ein C zu Ab.

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