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Kurs 2: Bewegungstheatertechniken, Choreographie, Bewegungslehre
28. April 2001

Vormittag:

Aufwärmung mit Afro-Dance-Bewegungen;
Musik:
Kakilambe "Ancestral Callings" (bei Extraplatte erschienen)
"Guem et Zanka" Afro-Percussion
"Pieces of Africa - Kutambarara" Kronos Quartet

Wiederholung: "Steppin'out"
Aus dem Buch mit CD "Tanzchuchi" Zytglogge Verlag Bern

Wiederholung: Impulse in verschiedenen Körperteilen;

Experiment und Improvisation zu den "efforts" (siehe unten)
schwer (kraftvoll) und langsam
schwer (kraftvoll) und schnell
leicht und schnell
leicht und langsam
In diesen Bewegungsqualitäten improvisieren zwei Gruppen nacheinander, während die andere zuschaut.

Aufgabenstellung: zu mitgebrachter Musik mit einer kleinen Gruppe eine kleine Studie choreographieren. Zwei Studien entstehen; eine mit Raum und abstraktem Bewegungsmaterial und eine narrative (erzählende) über geweckte Ahnen von amerikanischen Ureinwohnern. Das Ganze wurde auf Video aufgenommen und gleich angeschaut.

Choreographie:SAMBA
mit einfachem Schrittmaterial eine Samba-Choreographie
Musik: "Aldeia de Okarimbe" Brazil Classics - O Samba
Tanzbeschreibung


Nachmittag:

Bemerkungen über die Bewegungslehre nach Rudolf Laban
(Quelle: Preston-Dunlop, Valerie "A Handbook for Dance in Education" Longman, London 1986)
8 basic effort actions (effort = engl. Anstrengung, Bestreben) als Kombination von Zeit (time), Kraft (weight) und Raum (space). Jeder Parameter vertreten durch ein Gegensatzpaar:
schnell - langsam
kraftvoll - leicht
direkt, gerichtet - ungerichtet (flexible)
aus der Kombination dieser Qualitäten ergeben sich die 8 basic effort actions
5 basic body activities (elementare Körperbetätigungen)
1. Geste
2. Schritte (Gewichtsverlagerung)
3. Fotbewegung, Lokomotion
4. Sprünge
5. Drehungen
als Ergänzung: 6. Ruhe, Innehalten

Aufwärmung mit viel Bodenkontakt; das Bild: der Körper als durchsichtiger Gymnastkball:
constructive rest position; leichte Bewegungen in den Hüftgelenken; hin und her rollen;

Improvisation EINundAUS Ablöse;
paarweise zusammen; einer bewegt sich, der andere ist im freeze; sobald der sich bewegende stillhält muss sich der Partner bewegen, oder auch der stille beginnt sich zu bewegen, so muss der sich bewegende einfrieren.
sehr dynamisch und anregend.
Musik: Ricky Martin "La Vida Loca"

Übungen für Drehungen und Sprünge; danach Improvisation in zwei Gruppen
Musik: René Aubry "Dérives"

Bemerkungen zum Bühnenraum
(Quelle: Humphrey, Doris "The Art of Making Dances" Dance Books Ltd London 1959)
Für den Tanz sind mindestens drei Seitenauf- und abgänge rechts und links sehr wichtig; wichtige Bewegungsrichtungen sind die Diagonalen; starke Punkte auf der Bühne sind die Mitte, Mitte vorne, Mitte hinten und die 4 Ecken; Aktionen entfernt vom Publikum (upstage) verstärken die Qualitäten distanziert, geheimnisvoll, mystisch; dem Publikum nahe (downstage) intim, persönlich, humorvoll.
Die Tänzerin Ruth St. Denis sagte über die Bühne: "I never in my life set my feet on a stage without thinking of its magic and my destiny"

Fotostory
Kleingruppen von 3 - 5 Personen zusammen. Es sollen nun kurze und einfache Geschichten bzw. Handlungen dargestellt werden. Als Anregung könnten folgende Themen dienen: beim Würstelstand / im Park / der Froschkönig / der Kontrolleur / Rendezvous. Die Gruppen sollen nun ihre kleinen Geschichten in nur 3 - 5 Stand-Bildern („Fotos") darstellen; deshalb sollte die Handlung auch sehr einfach und klar sein. Wenn vorhanden können auch Requisiten verwendet werden, weil Gegenstände in pantomimischer Darstellung nur durch Bewegung erkennbar würden. Nun werden die Ergebnisse in folgender Weise vorgeführt: Es wird ein Bühnenraum und ein Ort für die Zuschauer definiert, damit das Publikum einen einheitlichen Blickwinkel auf die „Fotos" bekommt. Um die störenden Umbau-Bewegungen zwischen den Bildern auszuschalten werden zwei akustische Zeichen ausgemacht für „Augen schließen" (z.B. Triangel) und „Augen öffnen" (z.B. Chimes)
Das Ganze wurde auch auf Video aufgenommen, um die Bilder nachher direkt in Folge sehen zu können. Das "Live-Erlebnis" ist aber schöner und lustiger.

Wiederholung der Samba-Choreographie

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