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"Umfeldanalyse - Rhythmik in der sozialpädagogischen Ausbildung"

Auszug aus dem Lehrplan:

LEHRPLAN DES KOLLEGS FÜR SOZIALPÄDAGOGIK
(EINSCHLIESSLICH KOLLEG FÜR BERUFSTÄTIGE)
[…]
II. ALLGEMEINES BILDUNGSZIEL
[…]
Der pädagogisch-didaktische Schwerpunkt des Bildungsganges verlangt eine intensiv praxisbezogene Ausbildung in allen Unterrichtsgegenständen, die über die Vermittlung fachspezifischer Lehrinhalte hinaus ihren Beitrag zur Förderung der intellektuellen und sozialen Flexibilität sowie des autonomen Denkens, der sprachlichen Wendigkeit, der Kreativität, der Emotionalität und Innovationsfähigkeit leistet und so die Schüler zur Ausübung des Berufes befähigt.
[…]
VI. BILDUNGS- UND LEHRAUFGABEN DER EINZELNEN UNTERRICHTSGEGENSTÄNDE
AUFTEILUNG DES LEHRSTOFFES AUF DIE EINZELNEN SEMESTER
DIDAKTISCHE GRUNDSÄTZE
A. PFLICHTGEGENSTÄNDE
[…]
RHYTHMISCH-MUSIKALISCHE ERZIEHUNG

Bildungs- und Lehraufgabe:

Der Unterricht in Rhythmisch-musikalische Erziehung hat das Erleben und Erkennen der Wechselbeziehung von Musik und Bewegung zum Ziel. Aufbauend auf Eigenerfahrung soll er das Verständnis für die erzieherische Bedeutung von Musik und Bewegung vermitteln. Dabei sind
folgende Lernziele zu berücksichtigen:
- Primärerfahrungen mit Musik und Bewegung als Mittel der
Persönlichkeitsentwicklung im kognitiven, affektiven, sozialen
und motorischen Bereich;
- Sensibilisierung der Sinne und Körpererfahrung;
- Verfeinerung der Aufnahme-, Verarbeitungs- und
Reaktionsfähigkeit;
- Entfaltung des schöpferischen Umgangs mit Musik und Bewegung im
persönlichen und beruflichen Bereich;
- Verständnis für Einzelsituationen, Partnerbeziehung und Gruppe;
- Einsicht in psychosomatische Vorgänge und deren Beachtung im
persönlichen und beruflichen Leben;
- Erwerb didaktischer Umsetzungsmöglichkeiten im Beruf;
- Erwerben der theoretischen und praktischen fachlichen Grundlagen
sowie der Fähigkeit, die Rhythmisch-musikalische Erziehung in die
pädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen einzubeziehen.

Gedanken, Texte und Materialien zum Thema Menschenbild und Werte

Auszug aus der UN-Kinderrechtskonvention:

Artikel 29 [Bildungsziele; Bildungseinrichtungen]

a. Die Vertragsstaaten stimmen darin überein, daß die Bildung des Kindes. darauf gerichtet sein muß,

a. die Persönlichkeit, die Begabung und die geistigen und körperlichen Fähigkeiten des Kindes voll zur Entfaltung zu bringen;
b. dem Kind Achtung vor den Menschenrechten und Grundfreiheiten und den in der Charta der Vereinten Nationen verankerten Grundsätzen zu vermitteln;
c. dem Kind Achtung vor seinen Eltern, seiner kulturellen Identität, seiner Sprache und seinen kulturellen Werten, den nationalen Werten des Landes, in dem es lebt,- und gegebenenfalls des Landes, aus dem es stammt, sowie vor anderen Kulturen als der eigenen zu vermitteln;
d. das Kind auf ein verantwortungsbewußtes Leben in einer freien Gesellschaft im Geist der Verständigung, des Friedens, der Toleranz; der Gleichberechtigung der Geschlechter und der Freundschaft zwischen allen Völkern und ethnischen, nationalen und religiösen Gruppen sowie zu Ureinwohnern vorzubereiten;
e. dem Kind Achtung vor der natürlichen Umwelt zu vermitteln.

b. Dieser Artikel und Artikel 28 dürfen nicht so ausgelegt werden, daß sie die Freiheit natürlicher oder juristischer Personen -beeinträchtigen, Bildungseinrichtungen zu gründen und zu führen, sofern die in Absatz 1 festgelegten Grundsätze beachtet werden und die in solchen Einrichtungen vermittelte Bildung den von dem Staat gegebenenfalls festgelegten Mindestnormen entspricht.


Artikel 31 [Beteiligung an Freizeit, kulturellem und künstlerischem Leben, staatliche Förderung]

a. Die Vertragsstaaten erkennen das Recht des Kindes auf Ruhe und Freizeit an, auf Spiel und altersgemäße aktive Erholung sowie auf freie Teilnahme am kulturellen und künstlerischen Leben.
b. Die Vertragsstaaten achten und fördern das Recht des Kindes auf volle Beteiligung am kulturellen und künstlerischen Leben und fördern die Bereitstellung geeigneter und gleicher Möglichkeiten für die kulturelle und künstlerische Betätigung sowie für aktive Erholung und Freizeitbeschäftigung.


Allgemeine Erklärung der Menschenrechte durch die UNO Generalversammlung
Artikel 1:



Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.


Auszug aus der Charta der Grundrechte der Europäischen Union

Präambel:

Die Völker Europas sind entschlossen, auf der Grundlage gemeinsamer Werte eine friedliche Zukunft zu teilen, indem sie sich zu einer immer engeren Union verbinden.
In dem Bewusstsein ihres geistig-religiösen und sittlichen Erbes gründet sich die Union auf die unteilbaren und universellen Werte der Würde des Menschen, der Freiheit, der Gleichheit und der Solidarität. Sie beruht auf den Grundsätzen der Demokratie und der Rechtsstaatlichkeit. Sie stellt den Menschen in den Mittelpunkt ihres Handelns, indem sie die Unionsbürgerschaft und einen Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts begründet.
[…]
Artikel II-61: Würde des Menschen
Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie ist zu achten und zu schützen.
[…]
Artikel II-66: Recht auf Freiheit und Sicherheit
Jeder Mensch hat das Recht auf Freiheit und Sicherheit.
[…]
Artikel II-80: Gleichheit vor dem Gesetz
Alle Personen sind vor dem Gesetz gleich.



Menschenbild
Vorstellungen über das Menschsein bzw. über das, was das Menschsein ausmacht. Es handelt sich hierbei nicht um absolute oder allgemein gültige, sondern um geschichtlich, gesellschaftlich, politisch, kulturell etc. bedingte Auffassungen. […]

Menschenbild in der Humanistischen Psychologie
Menschenbilder sind allgemeine Vorstellungen vom Sinn des menschlichen Daseins, seinem Wert und von bestimmten Eigenschaften des Menschen. Sie bilden so die Grundlage jedes pädagogischen Handelns. In der Geschichte der Praxis und Theorie der Pädagogik gibt es eine Vielzahl von unterschiedlichen Ansätzen über das, was der Mensch sei, z.B. das bürgerliche Menschenbild des 18. Jahrhunderts, das marxistische, gegenwärtig das postmoderne usw.
[…]
Das humanistische Menschenbild umfasst folgende Annahmen: Der Mensch ist im Grunde gut. Er ist fähig und bestrebt, sein Leben selbst zu bestimmen, ihm Sinn und Ziel zu geben. Der Mensch ist eine ganzheitliche Einheit (Körper-Seele-Geist). In neueren Ansätzen wird die stark individuelle Sichtweise ergänzt durch die Betonung der sozialen und gesellschaftlichen Bezogenheit des Menschen.

Aus: http://www.socioweb.de/lexikon/


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Reinold Brunner: reinhold.brunner@bisopbaden.ac.at